Historie

Historie der Stromversorgung in Germering

Die Anfänge der Stromversorgung in den ehemals selbständigen Gemeinden Germering und Unterpfaffenhofen reichen in das Jahr 1909 zurück. Die Gemeinderäte beider Kommunen fassten damals die Beschlüsse, der Isarwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung das Recht einzuräumen, elektrische Leitung und Zubehör in den jeweiligen Gemeindebereichen zu errichten und hierfür öffentliche Verkehrsflächen zu nutzen.

Die Gesellschaft verpflichtete sich im Gegenzug den Anschluss an ihr “Elektrizitätswerk” und die Lieferung des Stromes in den ersten fünf Jahren nach dem Vertragsabschluss zu festgelegten Konditionen zu gewährleisten. Diese nahezu gleich lautenden Gemeinderatsbeschlüsse wurden in notariellen Verträgen im Jahr 1911 amtlich dokumentiert und beim Notar verwahrt. Dies waren die ersten Konzessionsverträge der beiden Gemeinden, wodurch diese die Aufgabe, die Bürger mit elektrischer Energie zu versorgen, an ein Unternehmen übertrug. Der Strompreis für Licht war wie folgt festgelegt: “Bei Abgabe des elektrischen Stroms nach Zählertarif wird als Einheit der Stromverbrauch einer 16-kerzigen Normalglühlampe oder 50 Watt mit 3 Pfennig für die Stunde berechnet.” Somit zahlten die Kunden damals 60 Pfennig pro Kilowattstunde bei einem Durchschnittsverdienst eines Facharbeiters von zirka 6 Mark pro Tag.

In den Folgejahren kam es zu einem kontinuierlichen Ausbau des Leitungsnetzes, das zusammen mit einer steigenden Zahl von Transformatorenstationen die Versorgung einer wachsenden Kundenzahl sicherstellte. Die Grundlage der fortlaufenden gemeindlichen Daseinsvorsorge stellten fortführende Konzessionsverträge dar.

Im Jahr 1955 wurde aus der damaligen Isarwerke GmbH durch Fusion die Isar-Amperwerke AG. Die größte Herausforderung für das Unternehmen war die rasante bauliche Entwicklung der 60er- und 70er-Jahre. Auf den Fluren der bislang noch ländlichen Siedlungen Germering und Unterpfaffenhofen wuchs eine teilweise gleichsam städtische Bebauung, die einer Vielzahl von Neubürgern eine neue Wohnstätte gab. Sie alle wollten sicher mit elektrischer Energie versorgt sein. Dies bedingte erhebliche Anstrengungen im Bau neuer elektrischer Anlagen. Um die notwendige Versorgung der seit 1978 zusammengelegten Gemeinden zu sichern wurde im Jahr 1972 das Umspannwerk Ecke Spange und Hartstraße errichtet.

Im Jahr 1998 konnte durch eine im Bereich der Mittelspannungsversorgung durchgeführte Spannungsumstellung von 10.000 Volt auf 20.000 Volt die Versorgungssicherheit entscheidend verbessert werden. Durch Rechtsnachfolge gewährleistete ab dem Jahr 2000 die E.ON Bayern AG (später Bayernwerk AG) die Stromversorgung in der Gemeinde und späteren Stadt Germering.

Im Zusammenhang mit der Beendigung des Konzessionsvertrages zum 11. August 2003 gründete die E.ON Bayern AG gemeinsam mit der Stadt Germering unsere Versorgungsgesellschaft Strom Germering GmbH. Sowohl die gesamten Stromversorgungsanlagen als auch ein Großteil der Kunden ging auf unsere Gesellschaft über, die seither von uns als lokaler Stromversorger mit elektrischem Strom beliefert werden.

Seit Januar 2012 bieten wir auch Strom-Tarife für Verbraucher anderer Regionen an.